Agoraphobie

Als Agoraphobie (griechisch von agorá „Markt(-platz)“ und  phóbos Furcht), bezeichnet man die Angst bzw. ein starkes Unwohlsein an bestimmten Orten, die aus diesem Grunde vermieden werden. Häufig handelt es sich dabei um enge Räume (z.B. U-Bahn, S-Bahn, Bus, Tunnel, Fahrstühle) oder um Menschenansammlungen (z.B. volle Kaufhäuser, Menschenschlangen, volles Kino, Verkehrsstau). Aber auch weite Plätze, oder alleine weit zu reisen wird vermieden. In schweren Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden.

Allen diesen Situationen ist gemeinsam, dass die Betroffenen im Falle des Auftretens von Panik oder potentiell bedrohlichen Körperzuständen nicht schnell genug flüchten oder in peinliche Situationen geraten könnten aber auch, dass Hilfe nicht schnell genug verfügbar wäre.

In der überwiegenden Zahl der Fälle tritt die Agoraphobie gemeinsam mit einer Panikstörung auf, wobei die Angst vor dem Auftreten von Panikattacken in der Folge zur Vermeidung bestimmter Orte führt.

Die nachweislich wirksamste Behandlung der Agoraphobie ist die Expositionstherapie bzw. Konfrontationstherapie, die im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie durchgeführt wird. Dabei begeben sich der Betroffene und sein Therapeut an den jeweiligen Ort, der Angst auslöst und daher vermieden wird. Mit Hilfe des Therapeuten stellt sich der Betroffene seinen Ängsten und lässt sie in voller Stärke zu, um erleben zu können, dass die Angst ungefährlich ist und mit der Zeit ganz von allein nachlässt. Beide bleiben so lange in der Situation, bis bei dem Patienten die Angst vollständig abgeklungen ist. Das kann bei den individuellen Patienten unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Der Therapeut unterstützt den Patienten darin, die Situation aufzusuchen, in der Situation zu bleiben und keine Vermeidungsstrategien anzuwenden. Vermeidungsverhalten (z.B. sich ablenken, Musik hören, die Situation verlassen) kann die Angst zwar kurzfristig lindern, führt jedoch langfristig zur Aufrechterhaltung der Angst.

 

Autorin: Dipl.-Psych. Heike Kaiser-Kehl
Notfallpsychologin
Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologen  
Heilpraktiker (Psychotherapie)

 

(Quelle: Wikipedia)

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Letzte Änderung: 15.01.2013