Führerscheinverlust

Wer den Führerschein abgeben musste, darf nicht denken, dass er ihn nach der angeordneten Sperrfrist in jedem Fall automatisch wieder bekommt. In vielen Fällen, zum Beispiel bei Führerscheinentzug aufgrund von Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder auch bei Führerscheinentzug wegen hohem Punktestand in Flensburg, ist die Fahrerlaubnisbehörde vom Gesetzgeber angehalten, die persönliche Fahreignung fachlich überprüfen zu lassen.

Das bedeutet, der Betreffende muss zur MPU: zur medizinisch-psychologischen Untersuchung.

Der Betreffende erfährt von dieser Auflage oft erst nach der Sperrfrist, nämlich wenn er zur Führerscheinstelle geht, um seinen Führerschein wieder abzuholen.
Mal davon abgesehen, dass eine MPU Geld kostet, sind für solch ein Gutachten oft Nachweise (z.B. Laborbelege) zu erbringen, die nicht in ein oder zwei Tagen beschafft werden können.

Aus solchen Gründen verzögert sich dann die medizinisch-psychologische Begutachtung unnötig und infolgedessen auch die Wiedererteilung des Führerscheins durch die Führerscheinbehörde.

Es ist deshalb empfehlenswert, bei drohendem Führerscheinverlust oder bei Führerscheinentzug sofort herauszufinden, was im eigenen Fall die zu erwartenden Anforderungen und Auflagen der MPU sind. Was genau gebraucht wird, um ein positives medizinisch-psychologisches Gutachten zu bekommen, hängt nämlich von der individuellen Vorgeschichte und den jeweiligen Einträgen in der Führerscheinakte ab.


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Letzte Änderung: 10.02.2011