Gute Vorsätze

Zu vielen Gelegenheiten nehmen wir uns etwas vor.

Da ist das alte Regal, was endlich einmal ausgeräumt werden sollte, die Zimmerpflanzen, die schon vor Monaten hätten umgetopft werden sollen oder der große Stapel alter Zeitungen, der schon längst seinen Weg zum Altpapier hätte finden müssen.

Aber auch an uns selbst richten sich mitunter Änderungswünsche: endlich abnehmen, mehr Sport, weniger Süßes, mehr Obst essen, mit dem Rauchen aufhören und vieles mehr.

Ereignisse, die gewissermaßen einen Schnitt darstellen - wie etwa Feiertage und insbesondere der Jahreswechsel - sind eine willkommene Gelegenheit, das Vergangene hinter sich zu lassen.
Mit viel Enthusiasmus werden Ziele formuliert und vielleicht auch mit Freude begonnen, doch mitunter schon nach wenigen Tagen wieder vergessen.

Da war das tägliche Joggen doch sehr anstrengend, der Nusskuchen zu lecker und die Zigarette einfach verlockend. Vielleicht ist es beim nächsten mal Rauchen wirklich die letzte Zigarette.

Vorsätze sind eben nicht leicht umsetzbar, gerade wenn mit ihnen ein großer Wandel in der bisherigen Lebensführung verbunden ist. Gewohnheiten gehören zum Leben und lassen sich nicht einfach abstellen. Doch wie kann es gelingen, eigene Vorhaben besser umzusetzen?

  • Nicht zu viel vornehmen! Es ist einfacher, etwas umzusetzen, das keinen kompletten Lebenswandel erfordert, sondern einfach in den Alltag integriert werden kann.
  • Ziele klar und einfach formulieren! Vorhaben, die klar definiert sind, können viel besser umgesetzt werden als Ziele, mit denen keine klare Handlungsabsicht verbunden ist. Statt also einfach „mehr Sport“ machen zu wollen, könnten Sie sich vornehmen, an zwei Tagen in der Woche jeweils eine halbe Stunde zu joggen und auch die beiden betreffenden Tage fest in Ihrem Terminkalender aufnehmen.
  • Ziele nicht negativ formulieren! Wenn Sie sich etwa vornehmen, weniger Süßes zu essen, dann entsteht gewissermaßen eine Lücke, denn was machen Sie in den Momenten, in denen Sie bisher zur Schokolade und Co. gegriffen haben? Planen Sie stattdessen, was Sie mehr oder öfters tun möchten (z.B. zum Fernsehen nachmittags Obst essen).
  • Nicht durch Rückschläge entmutigen lassen! Nicht immer gelingt es, etwas Geplantes auch umsetzen zu können. Fehler gehören zum Leben und sind kein Zeichen des Versagens. Wenn Sie also mit dem Rauchen aufhören möchten, dann ist ein „Ausrutscher“ kein Grund dafür, ihr Ziel gänzlich zu verwerfen.

Dabei kann es auch helfen, mit einem Psychologen oder einer Psychologin seine Gedanken zu sortieren und hilfreiche Tipps zur Umsetzung der eigenen Ziele zu erhalten.

Autorin: Dipl.-Psych. Andrea Augustin

Haben Sie Fragen oder möchten eine Beratung zum Thema "Gute Vorsätze"? Qualifizierte Diplom-Psychologen helfen Ihnen gerne weiter!
Letzte Änderung: 01.01.2013