Konflikte

Gegensätze, Reibungen, Spannungen und Konflikte zwischen Menschen gehören beinahe zu den alltäglichen Erscheinungen. Wo Menschen zusammen sind, kann es aus verschiedensten Gründen zu Missverständnissen, Kränkungen oder Streit kommen. Missverstehen scheint viel leichter als Verstehen.

Natürlich gibt es auch viele Möglichkeiten, Spannungen und Streit vorzubeugen. Aber gerade im zwischenmenschlichen Bereich kann man nicht alles vorhersehen oder planen. Manchmal wird man durch befremdende Äußerungen oder Verhaltensweisen überrascht oder man verhält sich selbst anderen gegenüber unbedacht und ungeschickt. Das kann eine Situation schnell komplizieren und dann wird es für alle Beteiligten anstrengend, selbst wenn das keiner wirklich will.

An dieser Stelle ist es aber Zeit, über das Ganze nachzudenken. Zwischenmenschliche Konflikte haben nämlich die Tendenz zu eskalieren. Das heißt, Konflikte weiten sich fast im Selbstlauf aus, werden quasi automatisch heftiger und komplizierter, wenn man nicht aktiv gegensteuert. Je mehr sich ein Konflikt ausweitet, je mehr Personen erfasst werden, auf je mehr Themen der Konflikt übergreift und je heftiger die Beteiligten streiten, desto schwieriger wird es, zu den eigentlichen Dingen und einem normalen Umgang bzw. angemessenen Gesprächsklima zurück zu kommen.

Psychologische Konfliktlösungen konzentrieren sich sowohl auf die persönlichen Anteile und Ressourcen der Beteiligten, als auch auf die Beeinflussung des Konfliktprozesses selbst. Ziel ist eine wirksame bzw. endgültige Beseitigung der ursprünglichen Spannungen und Differenzen. Dabei gibt es je nach Konflikttyp, Konfliktpartnern und Konfliktdimensionen viele Wege und Möglichkeiten der psychologischen Konfliktbehandlung.

Autorin:Dipl.-Psych. Antje Hein
Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologen
Mitglied im Kriseninterventionsteam Leipzig

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Letzte Änderung: 10.02.2011