Kooperation

Wenn mehrere etwas zusammen tun, können sie wechselseitige Vorteile aus dieser Kooperation ziehen, aber es ist auch möglich, dass einer den/ die anderen ausbeutet oder dass sogar überhaupt keiner der Beteiligten kooperiert. Deshalb stehen wir oft vor der Frage „Soll ich mit dem/ den anderen kooperieren oder lieber nicht?“. Schließlich kann es sich langfristig keiner leisten, ausgenutzt zu werden.

Gerade im persönlichen Umfeld fällt uns diese Entscheidung meist schwer. Sollte ich einem Bekannten immer wieder gefällig sein, obwohl dieser mir seinerseits niemals einen Gefallen tut? Woran erkenne ich überhaupt unkooperatives Verhalten, wie kann ich Konflikte vermeiden und was kann ich tun, um jemanden, der unkooperativ ist, vielleicht doch zur Kooperation zu bewegen?

Die Entscheidung, zu kooperieren oder eben nicht zu kooperieren, muss meistens getroffen werden, ohne zu wissen, wie der andere sich zukünftig verhalten wird. Oft besteht auch keine Möglichkeit, die Einhaltung von Versprechen oder Zusagen zu erzwingen. Und doch macht Kooperation Sinn. Schon aus ökonomischer Perspektive ist es meist viel effektiver zu kooperieren. Außerdem gibt es viele Angelegenheiten, die sich alleine überhaupt nicht  bewerkstelligen lassen. Wir brauchen in solchen Projekten dann Partner, Mitarbeiter, Fürsprecher oder Förderer, um das Ganze erfolgreich zu  realisieren. Und wir brauchen Kontinuität und Stabilität in diesen Kooperationen.

Sozialpsychologische Forschungen haben herausgefunden, welche Faktoren für Kooperationen unbedingt notwendig sind, welche Möglichkeiten es für den Einzelnen gibt, stabile wechselseitige Kooperation zu erreichen und welche Verhaltensstrategien sich zur Anbahnung und Stabilisierung von Kooperation optimal eignen.

Autorin:Dipl.-Psych. Antje Hein
Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologen
Mitglied im Kriseninterventionsteam Leipzig

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Letzte Änderung: 10.02.2011