Traum

Der Begriff ‚Traum’ wird in der Alltagssprache in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht.

Zum einen bezeichnet man mit dem Begriff ‚Traum’ einen Idealzustand bzw. eine Idealvorstellung, um die Perfektion einer Sache auszudrücken. Wir sagen dann ‚Das war ein Traum!’ oder ‚Das war traumhaft!’ und machen damit deutlich, dass es nach unserer Auffassung schöner kaum geht.
Zum anderen benutzen wir den Begriff ‚Traum’ für unwillkürlich im Schlaf auftretende bildhaft-anschauliche Erlebnisse, an die wir uns sogar beim Aufwachen erinnern können. ‚Ich habe geträumt’ sagt man dann und versucht, zu rekonstruieren, was da im Traum letzte Nacht alles war. Solche Art Träume kommen nicht regelmäßig vor. Im Gegenteil: manchmal scheint einer jahrelang nichts zu träumen, um dann wieder von einer Serie turbulenter Träume oder Traumbilder überrascht zu werden.


Diese nächtlichen Träume sind nun aber nicht unbedingt Idealvorstellungen. Träume können verworren sein oder sogar schrecklich. Der Träumer hat dann am nächsten Tag ein komisches Gefühl und kann sich das Ganze nicht erklären.

Genau das ist das Typische für Träume: wir können sie mit unserer normalen Alltagslogik oft kaum verstehen, denn Träume bestehen aus widersprüchlichen Bildern und Szenen. Und doch faszinieren sie uns! Wir haben das Gefühl, dass unser Traum irgendwie mit uns selbst und mit unserer aktuellen Lebenssituation zusammenhängt und etwas Bestimmtes bedeuten muss.


Wissenschaftliche Untersuchungen haben die Bedeutsamkeit von Träumen für die Träumer selbst vielfach nachgewiesen und Methoden entwickelt, den Sinn von Träumen herauszuarbeiten und zu verstehen.

Autorin:Dipl.-Psych. Antje Hein
Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologen
Mitglied im Kriseninterventionsteam Leipzig

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Letzte Änderung: 10.02.2011