Wortflüssigkeit

Die Wortflüssigkeit wird häufig als Bestandteil der Intelligenz betrachtet, nämlich als die Fähigkeit, möglichst schnell auf Gedächtnisinhalte zugreifen zu können. Dabei ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit als Faktor der Intelligenz gefragt. Weil diese Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung aber nicht so einfach gemessen werden kann, nutzt man verschiedene Aufgaben, die das Verarbeitungstempo zumindest bezogen auf gewisse Teilbereiche abbilden können. Typischerweise geht es darum, möglichst viele Wörter zu nennen, die einer bestimmten Kategorie entsprechen. Das können Wörter sein, die mit "A" beginnen oder Produkte aus dem Supermarkt bzw. Flüsse und Städte. Dabei wird dann die Zeit gemessen und je mehr richtige Begriffe genannt werden können, desto besser ist die Wortflüssigkeit.

Allerdings kommt es hier nicht nur darauf an, möglichst schnell denken zu können. Denn beispielsweise die Namen von Flüssen kann derjenige schneller nennen, der einfach mehr Flüsse kennt, also Vorwissen in diesem Bereich hat. Neben der reinen Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit spielt also auch ein anderer Aspekt der Intelligenz eine Rolle - das Wissen.

Einschränkungen der Wortflüssigkeit zeigen sich ganz natürlicherweise mit zunehmendem Alter, denn dann nimmt das Tempo des Denkens etwas ab. Sehr starke Einschränkungen können bei einer beginnenden Demenz oder einer Depression auftreten.

 Autorin: Dipl.-Psych. Andrea Augustin
Gesprächstherapie / Hypnotherapie / Entspannungstrainerin / Gesundheitspsychologie

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Letzte Änderung: 17.10.2013